Vortrag: Das sollten Senioren über Ernährung im Alter wissen

Grevener bekamen hilfreiche und leckere Tipps

Lange fit und aktiv bleiben – für dieses Ziel ist Bewegung ganz wichtig. Aber auch mit der richtigen Ernährung können Senioren viel für ihre Gesundheit tun. Hilfreiche und viele leckere Tipps gab es für die Grevener jetzt im Bürgerhaus Reckenfeld beim Vortrag „Ernährung im Alter“.

Der Vortrag fand im Rahmen des GKV-Projekts „Gesund in selbstorganisierten ZWAR-Nachbarschaftsnetzwerken (GisoN)“ statt und wurde in Kooperation mit der Stadt Greven und der Vernetzungsstelle Seniorenernährung NRW der Verbraucherzentrale NRW organisiert. Es war bereits das zweite Mal innerhalb weniger Monate, dass der Vortrag in Greven angeboten wurde und auch dieses Mal war das Interesse der hiesigen Senioren groß. „Mein Mann ist eine fleischfressende Pflanze und isst überhaupt kein Gemüse. Ich möchte wissen, was ich für mich selbst tun kann“, sagte Besucherin Gaby.

„Wir ernähren uns schon anders als früher. Einmal in der Woche Fisch, mehr helles und generell weniger Fleisch. Aber vielleicht können wir noch mehr machen“, sagte Besucher Frank, der auch bei der ZWAR-Kochgruppe in Greven dabei ist. „Ich trinke zu wenig, das weiß ich auch. Ich stell mir schon immer etwas hin, aber ich vergesse es trotzdem“, sagte Besucherin Roswitha und nahm sich dankbar einen der ausgelegten Trinkpläne mit.

Flüssigkeit und Nährstoffe im Blick

Ausreichend zu trinken – das vernachlässigen viele Senioren, weiß Ernährungswissenschaftlerin Margret Benölken, die den Vortrag im Bürgerhaus Reckenfeld hielt. Getränke sollten sichtbar platziert und gern mit Obst oder Gemüse aufgepeppt werden, gab sie Tipps. Auch die Angst, irgendwo unterwegs oder nachts oft zur Toilette zu müssen, sei groß. „Ich kann das verstehen, aber Sie müssen trinken“, betonte sie.

Neben ausreichend Flüssigkeit müssten Senioren vor allem darauf achten, genügend Nährstoffe zu sich zu nehmen – und das in kleineren Portionen. „Der Körper braucht weniger Energie – das merken Frauen spätestens nach den Wechseljahren – aber mehr Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe. Das heißt: Wir müssen in den kleineren Portionen eine höhere Nährstoffdichte haben“, sagte Margret Benölken und riet zum Beispiel statt reinem Gulasch und Spätzle lieber Paprikagulasch mit Vollkornnudeln zu essen.

Vollkorn und Hülsenfrüchte im Blick

Vollkorn sei generell immer vorzuziehen. „Es kann auch ganz fein gemahlen sein, wenn man das grobe Korn nicht beißen kann oder möchte. Aber es muss das ganze Korn verarbeitet sein. Fragen Sie in der Bäckerei nach, denn man sieht es dem Brot nicht an.“

Margret Benölken sprach über gesunde Fette sowie die richtige Auswahl und Portionierung von Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch. Sie machte Werbung für Hülsenfrüchte und damit für Linsenbolognese, Falafel und Hummus und weckte die Lust auf gesundes Essen. Denn: „Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.“