Kreative Ideen für mehr Leben im Ruhestand

Gute Stimmung beim ersten Basisgruppentreffen in Goch

So viel Vorfreude und so viel Lust auf gemeinsame Aktivitäten sind nicht selbstverständlich. Rund 50 Männer und Frauen waren zum ersten Basisgruppentreffen des neuen ZWAR-Netzwerks Goch ins Dorfhaus Hülm-Helsum gekommen und wussten genau, was sie wollten: ihre Ideen zur gemeinsamen Freizeitgestaltung konkret planen und so mehr Leben in ihren Ruhestand bringen.

Nicht nur viele Besucher der Netzwerkgründungsveranstaltung waren gekommen. „Die war ganz klasse und die Ideen richtig gut“, resümierte ein Besucher, der Anfang Mai dabei war. Auch weitere Gocherinnen und Gocher waren durch die Erzählungen von Freunden und Nachbarn neugierig auf das neue Netzwerk geworden und auf die Ideen, die die Besucherinnen und Besucher dort in Kleingruppen erarbeitet hatten.

Worauf habt ihr Lust?

 „Was möchte ich gemeinsam mit anderen in der Gruppe tun?“, lautete dort die Ausgangsfrage – und die Antworten waren vielfältig. Von Qigong über Federball bis hin zu Eisbaden, vom Buchclub über gemeinsame Museumsbesuche bis hin zum Erlernen neuer Musikinstrumente, von Handarbeiten über einen Kochclub bis hin zu Kosmetik im Alter, von Müllsammeltagen über die Unterstützung bei Ehrenamtsqualifikationen bis hin zu generationsübergreifenden Aktionen wurde bei der Gründungsveranstaltung zunächst alles zu Papier gebracht, worauf die Besucherinnen und Besucher Lust hatten.

Beim ersten Basisgruppentreffen ging es nun um die konkrete Planung der Aktivitäten in den kommenden vier Wochen – also bis zum nächsten Basisgruppentreffen. Die zentrale Frage lautete: Wer tut was mit wem, wann und wo? Konkret heißt das: Gesellschaftsspiele werden am 28. Mai um 16 Uhr im Evangelischen Begegnungshaus M4 gespielt, geradelt wird jeden Dienstag bei jedem Wetter ab 13.30 Uhr vom Gocher Markt aus. Hierfür braucht es keinen Ansprechpartner, denn es gilt: „Wer kommt, der kommt.“

Geschlossene Gruppen verhindern

Für viele andere Aktivitäten wurden Ansprechpartner festgelegt. Geschlossene Gruppen sollen dabei jedoch ausdrücklich nicht entstehen. „Sorgen Sie dafür, dass die Aktivitäten immer in die Basisgruppentreffen getragen werden, damit stets neue Menschen dazustoßen können. So bleibt das Netzwerk lebendig“, riet Ute Schünemann-Flake vom ZWAR e. V., die gemeinsam mit der hauptamtlichen Netzwerkbegleiterin Alexandra Maywald (Beauftragte für Seniorinnen und Senioren der Stadt Goch) durch die Veranstaltung führte.

Aufgrund der weiträumigen Struktur der Stadt Goch wird es zudem eine zweite Basisgruppe geben, die sich ab dem 1. Juni an jedem ersten Montag im Monat von 18 bis 20 Uhr im Pfälzer Heim trifft. Die ZWAR-Gruppe im Dorfhaus Hülm-Helsum war am Montag bereits gespannt, welche Ideen dort umgesetzt werden.

„Wie bekommen wir denn mit, was die andere Gruppe macht?“, fragte ein ZWARler in die Runde. Ute Schünemann-Flakes Idee, sich bei einem Sommerfest zu treffen und kennenzulernen, wurde direkt begeistert aufgenommen; eine Organisationsgruppe soll dafür ins Leben gerufen werden. „Aber die andere Gruppe hat sich ja noch gar nicht getroffen“, bremste Ute Schünemann-Flake die Euphorie etwas. Doch wenn sich die neuen ZWARlerinnen und ZWARler dort genauso gut verstehen und vor Ideen sprudeln, steht einem Sommerfest – und einem Ruhestand voller Aktivitäten – in Goch nichts mehr im Wege.