Basisgruppe im Pfälzer Heim in Goch traf sich zum ersten Mal
„Wer kann mich gleich mit zurück nach Goch nehmen?“ – eine direkte Frage nach spontaner Hilfe. Dass ein ZWAR-Netzwerk weit mehr bieten kann als gemeinsame Freizeitgestaltung im Alter, wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim ersten Treffen der Basisgruppe im Pfälzer Heim in Goch schnell deutlich. Durch gemeinsame Aktivitäten können Freundschaften entstehen und soziale Netze, die bis ins hohe Alter tragen.
„Wie verbringst du in der Regel deinen Sonntag?“ Mit dieser Frage kamen die neuen ZWARlerinnen und ZWARler miteinander ins Gespräch. „Sie ist nur ein Eisbrecher, ein Ausgangspunkt, damit die Menschen hier wissen, wer noch dabei ist, und sich kennenlernen“, erklärte Ute Schünemann-Flake vom ZWAR e. V., die gemeinsam mit der hauptamtlichen Netzwerkbegleiterin Alexandra Maywald (Beauftragte für Seniorinnen und Senioren der Stadt Goch) das Basisgruppentreffen unterstützte.
Konkrete Planung und Kontakt zur anderen Gruppe
Anschließend warfen alle gemeinsam einen Blick auf die Vorschläge für Aktivitäten, die bei der Gründungsveranstaltung des neuen Netzwerkes im Mai gesammelt worden waren. „Wer von euch hat Lust, dabei mitzumachen? Gibt es weitere Ideen?“, fragte Ute Schünemann-Flake. Für Tai-Chi und Qigong, Spieleabende, Wanderungen, Line Dance, Radtouren und Acrylmalerei gab es reges Interesse.
Die ZWARlerinnen und ZWARler fanden sich daher entsprechend ihrer Interessen zusammen, um in die konkrete Planung einzusteigen. Wichtig war den Teilnehmenden auch die Abstimmung mit der zweiten Basisgruppe des neuen Gocher ZWAR-Netzwerks. So wollen vier Frauen, die gern gemeinsam singen möchten, Kontakt zu den Sängerinnen und Sängern der anderen Basisgruppe aufnehmen.
„Geht es bei ZWAR nur um Freizeitgruppen?“
In der Abschlussrunde fühlte eine Teilnehmerin der Grundidee von ZWAR auf den Zahn. Ihrer Vorstellung nach könne man sich in einem solchen Netzwerk doch gegenseitig unterstützen und helfen. „Ist das vorgesehen? Müssen wir warten, bis wir 80 Jahre alt sind? Oder geht es bei ZWAR nur um Freizeitgruppen?“, fragte sie. „ZWAR ist das, was ihr daraus macht“, antwortete Ute Schünemann-Flake und berichtete von einer Basisgruppe in Bielefeld, die jedes Treffen mit der Frage beginnt: „Wer braucht Hilfe?“ Sie ergänzte: „Das ist nur eine Möglichkeit. Ihr selbst entscheidet, wie ihr diesen Aspekt in eurer Gruppe integriert.“
Daraufhin fragte eine Teilnehmerin spontan in die Runde: „Wenn das so ist, frage ich direkt mal, wer mich nachher mit nach Goch nehmen kann.“ Ihr Handy hatte sie bereits in der Hand, um ihrem Mann auf dessen Nachricht zu antworten, wann er sie abholen solle. Sofort bot eine andere neue ZWARlerin eine Mitfahrgelegenheit an. „Wie klasse und alltagspraktisch“, freute sich Ute Schünemann-Flake, die dem zweiten Basisgruppentreffen am 6. Juli gespannt entgegenblickt.
Die ZWAR-Gruppe Pfälzer Heim trifft sich an jedem ersten Montag im Monat von 18 bis 20 Uhr im Pfälzer Heim, Kirchstraße 105. Die zweite Gocher ZWAR-Gruppe Dorfhaus Hülm-Helsum trifft sich jeden dritten Montag im Monat jeweils von 18 bis 20 Uhr im Dorfhaus Hülm-Helsum, Hülmer Straße 238.
