„Für neue Kontakte muss man vor die Tür gehen!“

Gute Stimmung beim Basisgruppentreffen in Goch

„Man muss schon vor die Tür gehen, sonst wird das nichts mit neuen Kontakten.“ Für Gabriele war deshalb sofort klar, dass sie sich dem ZWAR-Netzwerk in Goch anschließen würde. Nachdem ihr Mann gestorben war und Bekannte weggezogen waren, freute sie sich über die Gründung des Netzwerks und die neuen Interessengruppen, die bei den ersten Basisgruppentreffen im Pfälzer Heim und im Dorfhaus Hülm-Helsum entstanden.

„Ich war schon mit auf der Hunderunde, auch wenn ich keinen eigenen Hund habe. Aber ich laufe gerne und komme so mit anderen ins Gespräch“, erzählte Gabriele. Auch der Radfahrgruppe möchte sie sich anschließen und am Spielenachmittag teilnehmen. „Es ist schön, dass wir alle gemeinsam neu starten. Zu einer schon lange bestehenden Gruppe hinzuzustoßen, ist schwierig.“

Welche weiteren Aktivitäten sie und die anderen ZWARlerinnen und ZWARler in den kommenden Wochen unternehmen möchten, darüber berieten sie beim zweiten Basisgruppentreffen im Juli im Pfälzer Heim.

„Wer von Ihnen hat in welchem Monat Geburtstag?“

„Die Basisgruppentreffen sind dafür da, Interessen auf den Weg zu bringen und zu entscheiden, wann ihr euch wo in den nächsten Wochen trefft“, fasste Ute Schünemann-Flake vom ZWAR e. V. die Idee hinter den monatlichen Treffen im Pfälzer Heim und im Dorfhaus Hülm-Helsum zusammen. „Und es geht darum, sich gegenseitig besser kennenzulernen.“

Zu Beginn des Treffens stellte sie deshalb die Frage in den Raum: „Wer von Ihnen hat in welchem Monat Geburtstag?“ In Kleingruppen fanden sich die jeweiligen Geburtstagskinder zusammen und sprachen darüber, wie sie ihren Ehrentag verbringen. Da es nur ein April-Geburtstagskind gab, wurde der April mit dem Mai zusammengelegt. „Passt das denn mit den Sternzeichen?“, frotzelte ein Teilnehmer lachend.

Qigong-Kurs startet

Gelöst und fröhlich blieb die Stimmung auch, als einzelne ZWARlerinnen und ZWARler von den Aktivitäten der vergangenen Wochen berichteten. „Es war sehr schön, sehr heiß, aber wir hatten viel Spaß miteinander“, erzählten die Wandernden und gaben auch gleich den Termin für die nächste Tour bekannt.

Der Start des Qigong-Kurses war für den folgenden Tag geplant, der Raum war bereits gefunden und bezahlt. „Wenn wir zehn Leute sind, kostet das sechs Euro im Monat“, fasste die Kursleiterin zusammen. „Das ist ja nichts“, befanden die anderen. „Aber trotzdem muss darüber gesprochen werden“, sagte Ute Schünemann-Flake. Genau für solche Absprachen seien die Treffen da – so werde niemand ausgeschlossen, der zum Beispiel kein WhatsApp habe.

Seniorennachmittag auf dem Golfplatz

Auch neue Ideen wurden in die Runde eingebracht. Ein Seniorennachmittag auf dem Golfplatz stieß auf großes Interesse. „Ein ganzes Jahr lang könnt ihr das ausprobieren. Es ist mein neues Hobby geworden. Ich habe sogar meine Platzreife gemacht“, berichtete eine ZWARlerin von ihren Erfahrungen.

Erfahrungen austauschen – das möchten die Gocherinnen und Gocher auch beim nächsten Basisgruppentreffen am 3. August. Zu Beginn des Treffens soll es eine kleine Infobörse geben, bei der sich die Teilnehmenden über Reisen für Seniorinnen und Senioren sowie über ihre Erfahrungen mit verschiedenen Anbietern austauschen.

Die ZWAR-Gruppe im Dorfhaus Hülm-Helsum trifft sich jeden dritten Montag im Monat von 18 bis 20 Uhr im Dorfhaus Hülm-Helsum, Hülmer Straße 238. Die ZWAR-Gruppe im Pfälzer Heim trifft sich an jedem ersten Montag im Monat von 18 bis 20 Uhr im Pfälzer Heim, Kirchstraße 105. Weitere Infos erteilt Alexandra Maywald (Beauftragte für Seniorinnen und Senioren der Stadt Goch) unter Tel. (02823) 320144 und per E-Mail: alexandra.maywald@goch.de